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Unverständlich… Symptom- anstelle Ursachenbekämpfung

Pilotprojekt Schulstraßen

Unverständlich… Symptom- anstelle Ursachenbekämpfung

Ich bin Anwohner*in
Lindenbornstraße

Kinder sollen sicher und geschützt zur Schule gehen können - keine Frage.

In der Zielbeschreibung dieses Projektes wird klar die Ursache der Motivation dieses Projektes benannt: die Elterntaxis!

Ich verstehe daher nicht, wieso ein Projekt in dieser Art und Weise aufgesetzt wird um Symptome zu bekämpfen anstelle der eindeutig benannten Ursache: diejenigen Eltern, die als Elterntaxi meinen fungieren zu müssen. Als Anwohner bekomme ich jeden Tag den dadurch verursachten Lärm und die vermehrten Autoabgase mit.

Mit der angedachten Zufahrtssperrung macht mich das wütend und ich empfinde es als Zumutung, dass mein Arbeits- und Tagesablauf von uneinsichtigen Eltern ein- und beschränkt wird.

Des Weiteren:
Wie wird der Ablauf z.b. der Anlieferungsdienste (DHL..) berücksichtigt? Müssen sie solange vor der „gesperrten“ Straße warten um ihre Arbeit erledigen zu können? Oder sollen sie die Sperrzeiten in ihren - auch schon so engen - Zeitplänen berücksichtigen?
.. und das wegen der Ursache: den Elterntaxis?!

Wie sollen müssen sich Handwerkerbetriebe, die sowieso einen eng getackteten Arbeitstag haben, organisieren, damit sie in den gesperrten Zeiten keinen Leerlauf o.ä. haben?
.. und das wegen der Ursache: den Elterntaxis?!

Welche anderen Kolateralschäden sind noch zu berücksichtigen?
.. und das wegen der Ursache: den Elterntaxis?!

Wie beschämend & traurig, das einige Eltern (die Vorbildfunktion haben sollten..) selber nicht diszipliniert genug sind, damit die Sicherheit von Kindern (ihrer Kinder) gefährden und für dieses Projekt verantwortlich sind.

Fazit: Ich wünsche mir eine adäquate Ursachenbehebung und keine Symptombehebung auf Kosten anderer.

Kommentare

Gespeichert von Seb am Mo., 13.02.2023 - 16:19

Sehe das ganz genauso. Was wird also passieren? Die Eltern werden ihre Kinder dann vor den Absperrungen rauslassen, sodass es sich dort knubbeln wird und die angrenzenden Straßen zur Gefahrenquelle werden. Also ist es nur eine Verlagerung der Problematik, oder?

Gespeichert von Moderation am Fr., 24.02.2023 - 16:36

Moderationskommentar

Liebe*r Nutzer*in,

vielen Dank für Ihren Beitrag! Diesen haben wir an das Fachamt weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:

Wir sind uns bewusst, dass die Einrichtung des Pilotprojektes zunächst eine Veränderung bedeutet und unter Umständen auch Anpassungen im Tagesablauf erforderlich machen kann. Für die Kinder jedoch ist die verbesserte Verkehrssicherheit im unmittelbaren Schulumfeld während des jeweils 30-minütigen Zeitfensters (Lindenbornstraße morgens 45 Minuten) sehr wichtig. Wir erwarten, dass aufgrund dessen viel mehr Kinder selbständig zur Schule kommen können. Das ist für sie ein wichtiger Entwicklungsschritt. Sie haben Bewegung, Ausgleich und üben sich im Straßenverkehr zu orientieren. Dabei gewöhnen sie sich gleichzeitig daran, umweltfreundlich mobil zu sein.

Ihr Moderationsteam

 

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