Umgestaltung der Neusser Straße

Kurz und einfach

Die Neusser Straße soll schöner werden.
Ganz besonders zwischen der Kempener Straße und dem Niehler Kirchweg.
Wir Kölner sollen uns dort wohlfühlen.
Und sicherer Rad fahren und gehen.
Außerdem soll es weniger Autos geben.

Wie kann das am besten gelingen?
Die Verwaltung hat dazu im August 2021 die Menschen, die dort ein Geschäft haben, gefragt.
Vom 2. August bis zum 29. August 2021 hat die Verwaltung die Kölner hier auf dem Beteiligungsportal gefragt.
Danke fürs Mitmachen!

Hintergrund

Die Neusser Straße ist in die Jahre gekommen: Unterdimensionierte verkehrliche Anlagen für den Fuß- und Radverkehr entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen, der Straßenraum lädt nicht zum Verweilen und Flanieren ein. Viele sind sich einig, dass hier etwas passieren muss.

Der aktuelle Prozess baut teilweise auf Initiativen und Arbeiten aus den Jahren 2010 und folgende auf. So wurde eine Vorentwurfsplanung im September 2010 von der Bezirksvertretung Nippes beschlossen. 

Zur Beschlussvorlage der Bezirksvertretung Nippes

In der damaligen Vorentwurfsplanung war es vorgesehen, die Planung auf einzelne Knotenpunkte zwischen Lohsestraße und Niehler Kirchweg zu begrenzen und die dazwischen liegenden Streckenabschnitte größtenteils unberührt zu lassen. Im fortschreitenden Prozess hat sich jedoch ergeben, dass die herrschenden verkehrlichen und stadträumlichen Defizite nur durch eine Überplanung des gesamten Straßenraumes behoben werden können. In den folgenden Jahren wurde die Planung deutlich erweitert und überarbeitet.

2021 wurde vom Verkehrsausschuss beschlossen, die Planung vollständig neu aufzusetzen und durch eine umfangreiche Bürgerbeteiligung zu begleiten.

Welcher Beschluss ist gefasst worden?

Der Verkehrsausschuss hat am 8. Juni 2021 beschlossen, die Neusser Straße in eine attraktive Geschäftsstraße mit hoher Aufenthaltsqualität umzugestalten.

Der Beschluss basiert auf den Planungsgrundsätzen, die von der Bezirksvertretung Nippes erarbeitet worden sind. Kernpunkte sind die Verbesserung der Fuß- und Radverkehrssituation insbesondere im zentralen Geschäftsbereich zwischen Kempener Straße und Blücherstraße, aber auch in den angrenzenden Bereichen. Der motorisierte Verkehr soll durch verkehrsberuhigende Maßnahmen entschleunigt und quartiersfremde Durchgangsverkehre sollen verlagert werden.

Da die Umgestaltung der Neusser Straße schon seit geraumer Zeit in der öffentlichen Diskussion steht und die bislang erarbeiteten Planungen in den öffentlichen Beteiligungsverfahren sehr rege und kontrovers diskutiert wurden, ist außerdem ein mehrstufiger Entscheidungs- und Beteiligungsprozess zur Begleitung der Planung beschlossen worden. Hiermit legen Politik und Verwaltung großen Wert auf einen transparenten Prozess.

Wie läuft der Planungsprozess und welche Rahmenbedingungen sind zu beachten?

Die Planung begann mit der sogenannten Grundlagenermittlung. Wir wollten Sie bereits hier in den Prozess einbeziehen und von Ihren Erfahrungen, Ihrer Meinung in dieser ersten Beteiligungsphase profitieren. Dazu fand im August 2021 eine Befragung der Geschäftsleute statt. Vom 2. bis 29. August 2021 fand ein Online-Dialog hier auf dem Beteiligungsportal statt. Vielen Dank für Ihre zahlreiche Teilnahme!

Derzeit ist die Neusser Straße als Bundesstraße B9 Teil des sogenannten klassifizierten Netzes und hat für den Kfz-Verkehr überörtliche Bedeutung.
Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung strebt an, den Straßenzug in eine Gemeindestraße umzustufen, da sich die Verkehrsbedeutung der Neusser Straße im Laufe der Zeit verändert hat und zukünftig weiter verändern wird. Die Umstufung ist ein behördlicher Prozess, für den die Stadtverwaltung bei der Bezirksregierung einen Antrag stellt. Mit der Umstufung werden die straßenrechtlichen Voraussetzungen für die städtebauliche und verkehrliche Umgestaltung der Neusser Straße geschaffen.

Wie geht es weiter?

Bis Ende 2022 wird die Verwaltung die laufende Vorentwurfsplanung weiter ausarbeiten, die der Bezirksvertretung Nippes und dem Verkehrsausschuss im Winter 2022 zur Beratung vorgelegt werden soll. Die Beschlussvorlage zum Planungsbeschluss des Vorentwurfes sowie die Beratungsergebnisse werden im Sitzungsdienst der Stadt Köln zum entsprechenden Zeitpunkt öffentlich einsehbar sein.

Sobald der Planungsbeschluss für die Vorentwurfsplanung vorliegt, beginnt die Entwurfsplanung. Sie als Kölner Bürger*innen erhalten dann im Rahmen einer zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung die Möglichkeit, uns Anregungen zur Entwurfsplanung mitzuteilen. Zudem wird es eine Beteiligung nach dem Kommunalabgabengesetz geben.

Zeitraum: 
Erster Online-Dialog 2. bis 29. August 2021
Ansprechperson: 

Fragen zum Projekt:

Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung - Straßenplanung
Marlou Krüger
Stadthaus Deutz - Westgebäude
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln

E-Mail

Fragen zur Öffentlichkeitsbeteiligung:

Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung
Brückenstraße 5-11
50667 Köln

E-Mail

Status: 
Beteiligung abgeschlossen
Art der Beteiligung: 
Anhörung / Beratung