Suchthilfezentrum am Perlengraben

Drogenkonsumraum in Köln - abgebildet sind sechs voneinander abgeschirmte Sitzplätze für den Drogenkonsum

Suchthilfezentrum am Perlengraben

Informationen auf einen Blick

  • Politisches Entscheidungsgremium: Rat der Stadt Köln
  • Fachbereich in der Verwaltung: Gesundheitsamt
  • Intensitätsstufe der Beteiligung: Beratung / Konsultation

     

Termine und Neuigkeiten

Neuigkeiten: 

Vom 11. bis zum 15. Mai 2026 finden auf dem Grundstück "Am Perlengraben" Untersuchungen im Wurzelbereich der vorhandenen Bäume statt. Diese Arbeiten dienen dazu, den Baumbestand fachgerecht zu prüfen und mögliche Auswirkungen einer zukünftigen Nutzung des Grundstücks sorgfältig zu bewerten.

Wir möchten Sie frühzeitig und transparent über die nun anstehenden Maßnahmen informieren. Für die Durchführung der Untersuchen muss das Grundstück im Bereich des Spielplatzes vorübergehend abgesperrt werden. Zudem wird im Straßenraum zeitweise eine Halteverbotszone eingerichtet. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Gräben wieder verschlossen und die Fläche zur Nutzung freigegeben.

 

11. Mai 2026: FAQ-Bereich wurde grafisch angepasst. Es gibt nun einzelne Seiten für die Schwerpunktthemen. Aktuell werden neuen FAQs erstellt und im Anschluss eingefügt.

 

Anstehende Termine:

12. Mai 2026: Rat entscheidet über Bau des Suchthilfezentrums

 

11. bis 15. Mai 2026: Wurzeluntersuchungen vorhandener Bäume auf dem Grundstück "Am Perlengraben"

Aktueller Stand

Bei dem Bild handelt es sich um eine Grafik. Es ist ein grauer Pfeil, vor welchem sich rote Kästen befinden. Die drei Kästen "Beteiligung wird vorbereitet", "Beteiligung wird ausgewertet" und "Beteiligung ist abgeschlossen" sind blass, wo hingegen der Kasten "Beteiligung läuft" deultich rot hervorgehoben wird. Dies soll verdeutlichen, dass die Beteiligung aktuell stattfindet.

Kurz und einfach - Suchthilfezentrum

Die offene Drogenszene in Köln, besonders in der Innenstadt, hat sich verändert, dies liegt vor allem an stark gestiegenem Crackkonsum. Die bestehenden Hilfsangebote reichen dafür nicht mehr aus. Deshalb plant die Stadt Köln ein neues Suchthilfezentrum, das Beratung, medizinische Versorgung, Aufenthalt und sicheren Konsum bündelt. Dieses Zentrum soll als Übergangslösung den Standort am Neumarkt ersetzen. Ziel ist es, Betroffene besser zu schützen, schnelle Hilfe zu ermöglichen und den offenen Drogenkonsum im öffentlichen Raum zu reduzieren. Nach intensiver Prüfung wurde ein Standort am Perlengraben als Suchthilfezentrum ausgewählt. Auf dieser Seite möchten wir vor allem Anwohnende informieren und mit in den zukünftigen Prozess einbinden.

Hintergrund

Aktuelle Trends in der offenen Drogenszene Kölns 

Seit 2023 ist die offene Drogenszene in der Kölner Innenstadt zunehmend präsenter, Konflikte und Spannungen mit dem sozialen Umfeld verstärken sich. Diese auch bundesweit zu beobachtende Entwicklung ist unter anderem auf den hohen Anstieg von Crackkonsum zurückzuführen. Crack macht in sehr kurzer Zeit stark abhängig und ist mit einem hohen Suchtdruck mit kurzen Intervallen verbunden. Dies führt bei Konsumierenden oft zu einem (tage-)lang anhaltenden Konsum, alles andere, selbst die eigenen Grundbedürfnisse werden dabei vernachlässigt. Als Folge davon kann schnell eine starke Verwahrlosung und Verelendung eintreten. Der aktuelle Trend in der offenen Drogenszene betrifft sowohl die Menschen, die diese Drogen konsumieren, als auch die Stadtgesellschaft.

 

Weiterentwicklung des Kölner Suchthilfekonzepts zu einer neuen Angebotsstruktur mit einem Suchthilfezentrum

In Köln gibt es ein Suchthilfekonzept, das die Grundlage für ein differenziertes Hilfeangebot für Menschen mit Suchterkrankungen in Köln bildet. Dazu gehören zum Beispiel Suchthilfeberatungsstellen, Kontakt- und Anlaufstellen sowie aufsuchende Angebote wie Streetwork und Drogenkonsumräume, in denen Menschen mitgebrachte Drogen konsumieren können. Aktuell reicht dieses Hilfeangebot jedoch nicht mehr aus. Geplant ist ein Ausbau der Angebotsstruktur durch die Schaffung eines Suchthilfezentrums in Köln, das Suchthilfeangebote für Drogenkonsument*innen bündelt und damit besseren Zugang zu einer umfassenden Unterstützung ermöglichen. 

Suchthilfezentrum (SHZ) in Köln in Planung

Ein neues Suchthilfezentrum (SHZ) soll in der Kölner Innenstadt am Perlengraben entstehen und den bisherigen Drogenkonsumraum am Neumarkt „ablösen“. Es wird ein umfangreicheres Suchthilfeangebot als der Drogenkonsumraum am Neumarkt vorhalten, damit die Menschen mit Drogenabhängigkeit dort in Sicherheit konsumieren, sich in der Einrichtung oder deren Außenbereich mit Sichtschutz länger aufhalten und besser versorgt werden können. Dadurch soll auch die Situation an öffentlichen Plätzen, wie dem Neumarkt und den angrenzenden Wohngebieten entlastet werden, da sich Menschen mit Drogenabhängigkeit im Suchthilfezentrum aufhalten und nicht mehr in der Öffentlichkeit konsumieren.

 

Für die Standortwahl sind vor allem folgende Punkte wichtig: Die Fläche muss vom Zentrum der Innenstadt aus gut erreichbar sein, die Fläche muss frei sein und nicht für andere Zwecke benötigt werden, damit das Vorhaben schnell umgesetzt werden kann.

Der Standort Perlengraben ist vom Zentrum der Innenstadt fußläufig erreichbar und durch den öffentlichen Nahverkehr mit den Haltestellen Poststraße und Severinsstraße gut angebunden. Es handelt sich um eine Freifläche ausreichender Größe in städtischem Besitz, auf der die Errichtung des Suchthilfezentrums nach bisher erfolgter baurechtlicher Vorprüfung grundsätzlich zeitnah vorstellbar ist. Im unmittelbaren Umfeld des Grundstückes befinden sich keine Kitas, allgemeinbildende Schulen oder ähnliche Einrichtungen, Gastronomie oder Geschäftstreibende. Es gibt im Umfeld ein Berufskolleg, das jedoch ältere Schüler*innen besuchen. In der Nähe des geplanten Eingangsbereichs und der geplanten Vorderseite der Einrichtung ist keine direkte Nachbarschaft vorhanden. 

 

Wir nehmen Sie Schritt für Schritt mit

Liebe Anwohnende, liebe Schulen, liebe Gewerbetreibende, liebe Interessierte,

 

dieses Thema ist von hoher gesamtgesellschaftlicher Relevanz für Köln und uns ist bewusst, dass die Planung eines Suchthilfezentrums Fragen, Sorgen sowie Unsicherheiten bei Ihnen auslösen können. Genau deshalb möchten wir offen, frühzeitig und transparent informieren. Ein Suchthilfezentrum dient in erster Linie dem Schutz von Menschenleben, der Gesundheitsvorsorge und der Entlastung des öffentlichen Raums. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass solche Einrichtungen zu mehr Ordnung, mehr Sicherheit und weniger offenem Konsum im Umfeld beitragen können.  

 

Uns ist wichtig: Die Nachbarschaft wird bei jedem Schritt mitgenommen. Das bedeutet konkret:

  • Planungsschritte werden offen kommuniziert
  • Sicherheits- und Ordnungskonzepte haben höchste Priorität
  • Ihre Rückmeldungen, Fragen und Hinweise werden ernst genommen
  • Überall da, wo es Möglichkeiten zur Mitgestaltung gibt, laden wir Sie ein sich einzubringen

 

Für uns als Stadt Köln stehen Menschenleben, die Gesundheitsvorsorge und die Entlastung des öffentlichen Raums an erster Stelle.

Vielen Dank für Ihre Offenheit und Ihr Vertrauen!

 

15.-19. Dezember 2025

Information der Politik, der Anwohnenden sowie der Presse + FAQs

Um so früh wie möglich Transparenz herzustellen, wurde im Dezember 2025 und damit frühestmöglich über das Vorhaben informiert – auch wenn noch keine Detail- und Zeitplanung vorlag. …

Um so früh wie möglich Transparenz herzustellen, wurde im Dezember 2025 und damit frühestmöglich über das Vorhaben informiert – auch wenn noch keine Detail- und Zeitplanung vorlag. Dies erfolgte Form von Gesprächen mit der Politik, Postwurfsendungen, einer Pressemitteilung und über das städtische Beteiligungsportal. Es wurde eine umfangreiche Fragen- und Antwortliste, sogenannte FAQs, veröffentlicht. Die FAQs werden fortlaufend mit häufig gestellten Fragen der Bürger*innen aktualisiert.

20. Januar 2026

Informationsveranstaltung für Anwohnende und Interessierte

Eine erste Informationsveranstaltung für Anwohnende und Interessierte fand am Dienstag, den 20. …

Eine erste Informationsveranstaltung für Anwohnende und Interessierte fand am Dienstag, den 20. Januar 2026, im Berufskolleg Perlengraben statt, um ins Gespräch zu kommen, Fragen zu klären und auf verschiedene Themen einzugehen.

Seit Mitte Januar 2026

Gespräche des Oberbürgermeisters

mit verschiedenen betroffenen Personen und Gruppen.

5. Februar 2026

Beschluss des Rates

über Bedarf des Suchthilfezentrums auf dem Grundstück am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße sowie Beauftragung der Verwaltung mit den Vorplanungen und mit der Durchführung des Kommunikations- und Bet …

über Bedarf des Suchthilfezentrums auf dem Grundstück am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße sowie Beauftragung der Verwaltung mit den Vorplanungen und mit der Durchführung des Kommunikations- und Beteiligungskonzeptes.
Zum Kommunikations- und Beteiligungskonzept

3.-6. und 9.-10. März 2026

1. Beteiligungsphase zum Sicherheitskonzept: Interviews zur Risikoanalyse

Um die Situation des geplanten Standorts des neuen Suchthilfezentrums im Umfeld der Grünzone Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße tiefenschärfer auszuleuchten, werden im genannten Zeitraum unter andere …

Um die Situation des geplanten Standorts des neuen Suchthilfezentrums im Umfeld der Grünzone Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße tiefenschärfer auszuleuchten, werden im genannten Zeitraum unter anderem Passant*inneninterviews und Interviews mit Vertreter*innen verschiedener Perspektiven zur Einschätzung der Sicherheitslage geführt.

16. März 2026

2. Beteiligungsphase zum Sicherheitskonzept: Workshop zur Erarbeitung der Risikoanalyse

Workshop mit Vertreter*innen verschiedener Perspektiven, um gemeinsam auf Risiken, Schutzziele und Maßnahmen zu schauen. 

Bis Ende März 2026

Auswertung der zwei Beteiligungsphasen zur Risikoanalyse

Alle Ergebnisse aus den beiden Phasen werden gesammelt, wissenschaftlich ausgewertet und fließen in das Sicherheitskonzept für das Suchthilfezentrum ein. …

Alle Ergebnisse aus den beiden Phasen werden gesammelt, wissenschaftlich ausgewertet und fließen in das Sicherheitskonzept für das Suchthilfezentrum ein. Dies geschieht in einem transparenten Prozess in dem die Risikoanalyse vorgestellt wird. Es wird eine „Lokale Agenda“ entwickelt, in der alle Maßnahmen zwecks Umsetzung darstellt und verfolgt werden.

12. Mai 2026

Ratssitzung

Im Anschluss

Breite Rückmeldemöglichkeit zu Risikoanalyse

Die Ergebnisse der erarbeiteten Risikoanalyse werden in einem weiteren Workshop mit Vertreter*innen verschiedener Perspektiven konkretisiert, um sie danach für alle Interessierten aufbereitet zur Verf …

Die Ergebnisse der erarbeiteten Risikoanalyse werden in einem weiteren Workshop mit Vertreter*innen verschiedener Perspektiven konkretisiert, um sie danach für alle Interessierten aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Es wird dazu eine Online-Beteiligung geben, um weitere Rückmeldungen einzuholen. Diese werden ausgewertet und die „Lokale Agenda“ wird entsprechend angepasst. 

Fortlaufend

Prüfung weiterer Beteiligungsmöglichkeiten

Wie im Kommunikations- und Beteiligungskonzept beschrieben werden dort, wo sich im Projektverlauf Gestaltungsspielräume ergeben, diese auch genutzt. Wir halten Sie hierzu weiter auf dem Laufenden!

Fragen und Antworten (FAQs) zum Suchthilfezentrum am Perlengraben

Liebe Interessierte,

hier finden Sie Antworten auf von Ihnen häufig gestellte Fragen. Diese haben wir nach Schwerpunktthemen sortiert. Wir möchten Ihnen wichtige Informationen einfach und übersichtlich zur Verfügung stellen. 

Falls Ihre Frage hier nicht beantwortet wird, nutzen Sie gerne das Eingabefeld für neue Fragen. Wir sammeln diese und erstellen weitere FAQs. 

Aktuell bereiten wir neue FAQs vor und stellen diese im Anschluss zur Verfügung.

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