Lorenzen Mayer Architekten / urbanegestalt PartGmbB

Die Vogelperspektive zeigt die unterschiedlichen Gebäudehöhen des Quartiers. Die meisten Gebäude haben fünf Geschosse, einige sechs. Am Übergang zum Park stehen einzlne höhere Gebäude. Viele Dächer sind begrünt.

Lorenzen Mayer Architekten / urbanegestalt PartGmbB

Madaus Gartenland

Der Lageplan zeigt die Grundstruktur des Quartiers "Mardaus Gartenland". U-förmige Gebäude schützen das Quartier zur Straße Neubrücker Ring. Lange Gebäudereihen öffnen sich nach Osten zur Landschaft. Zwischen den Gebäuden liegen begrünte Wege und Wohnhöfe. Eine zentrale grüne Achse mit Mulden ist über die nördliche Verbindung zum Neubrücker Ring erschlossen.

Der Entwurf will Synergien erzeugen zwischen den herausragenden landschaftlichen Qualitäten des Ortes und der Umsetzung der komplexen Anforderungen des Nutzungsprogramms. 

Alle sollen teilhaben an den besonderen Qualitäten des Standortes. Analyse:
  • Der jetzige Freiraum ist schön, aber terra incognita
  • Die bestehende Bebauung ist anspruchsvoll ambitioniert gestaltet, aber eindeutig nach innen orientiert
  • Es ist notwendig an dem sehr gut erschlossenen Standort weiteren Wohnraum zu schaffen
Konzept

Der Entwurf will einen Mehrwert generieren für die jetzigen und zukünftigen Bewohner, um eine gute Nachbarschaft entstehen zu lassen, die allen Bewohnern zugutekommt, ein Ganzes, dass größer ist als die Summe der Einzelteile. 

Die neue Bebauung
Der Ausschnitt zeigt im Mittelpunkt ein U-förmiges Gebäude mit einer Kita sowie Wohnungen für verschiedene Generationen. Daran schließen zwei weitere längliche Wohngebäude an. Sie umgeben einen begrünten Wohnhof mit einem Spielbereich. Im Norden davon liegt die Quartiersgarage mt einer Station für Carsharing, Fahrräder und Parkplätze.

Die Gebäudekonfiguration gliedert sich in einen schmaleren lärmabschirmenden Rücken mit den geforderten Sondernutzungen entlang dem Neubrücker Ring und zur Landschaft orientierten langen von Süden erschlossenen und aus Einzelgebäuden bestehenden Gebäudefingern. Das Wohnquartier öffnet sich damit maximal zur Landschaft. Die Freiraumqualität der offenen östlichen Wiesen und Waldstücke wird mit der Bebauung verwoben und diese Landschaft ist damit aus fast allen Wohnungen direkt vom Balkon erlebbar. Die Gebäudefinger bilden in Ost-West Richtung verlaufende Freiräume aus, die abwechselnd, als sich nach Osten öffnende Landschaftsfugen und als zur Quartiersmitte orientierte Wohnhöfe konzipiert

sind. Das Gebäudekonzept ist konsequent und gleichzeitig behutsam, es ist einfühlsam alltagstauglich, sowohl vernünftig, pragmatisch und visionär in Bezug auf die Ausnutzung der Freiraumqualitäten. 

Kompakte Erschließung, autoarmes Quartier

Die Erschließung des Quartiers ist als Bügelerschließung konzipiert, wobei eine Stichstraße die wesentliche Last der Fahrverkehre trägt. Die neue Quartiersgarage wird nah am Neubrücker Ring angeordnet und über einen kurzen Stich, der lediglich bis zur Einfahrt der Quartiersgarage führt, angebunden. Diese Haupterschließung wird als Tempo-30-Zone im Separationsprinzip realisiert. Hinter der Garagenzufahrt ist nur mit wenig Verkehr zu rechnen, für den Rest des Bügels wird eine Mischverkehrsfläche vorgeschlagen. Seitlich der Fahrbahn werden notwendige Stellplätze für Lieferdienste und anteilig für Besucher angeboten, weitere Besucherstellplätze sind in der Quartiersgarage auf der ersten Ebene. Das Verkehrskonzept des gesamten Quartiers wurde mit dem Verkehrsplanungsbüro Argus abgestimmt. Wenn nach einer späteren detaillierten verkehrstechnischen Bewertung gewünscht lassen die Platzverhältnisse es ohne weiteres zu, den Bügel insgesamt als Tempo-30-Zone mit Separationsprinzip auszuführen. 

Lage Quartiersgarage

Die Quartiersgarage liegt mittig im Quartier, mit den absolut kürzesten Wegelängen zu den einzelnen Häusern (maximal 230 m). Die Quartiersgarage wurde nach dem System Goldbeck geplant und mit Goldbeck abgestimmt. Neben den notwendigen Stellplätzen beinhaltet die Quartiersgarage weitere Funktionen für das Quartier. 

Quartiersgarage

Die insgesamt 415 notwendige Stellplätze wurden gemäß Auslobung berechnet. Baulich stehen 455 Stellplätze zur Verfügung, sodass die Möglichkeit besteht einen noch nicht erkannten Bedarf zu berücksichtigen. Neben den 455 Stellplätzen beinhaltet die Quartiersgarage weitere Funktionen für das Quartier. Im Erdgeschoss befinden sich in der gesamten Länge der Quartiersgarage neben einer Fahrradwerkstatt, einer Tauschstation und einer Paketstation auch allgemeine Fahrradstellplätze und Sonderstellplätze für Carsharing sowie Ladestationen sowohl für PKW´ s als auch für (Lasten)Fahrräder. Die Querlüftung ist gewährleistet. Der Schallschutz wird über handelsübliche Lamellen erreicht und mit eine Fassadenbegrünung kombiniert. Die Dachfläche ist begrünt und mit PV bestückt. Westlich der Quartiersgarage werden Wärmepumpen und die Trafostation platziert.

Pflegeeinrichtung

EG: Quartiersbüro, Arztpraxis, teilstationäre Pflege, allgemeine Räume der Pflegeeinrichtung; 1.-3.OG: jeweils 40 Plätze; 4. OG, teilweise 5.OG: Betreutes Wohnen. 44x 1- und 2-Zimmer-Wohnungen

Fahrräder

Die Fahrräderstellplätze sind mehrheitlich wettergeschützt im Kellergeschoss und unter Halbdächern im Freiraum angeordnet. Um die Aufzüge der Wohnhäuser nicht zu beschädigen, werden an den Giebeln der Wohngebäude flachgeneigte „Eselstreppen“ vorgesehen. Ergänzend sind nichtüberdachte Fahrradstellplätzen für Besuchende an den Hauseingängen vorgesehen.

Architektur – Typenplanung - eine Bebauung aus 3 + 1 Modulhäusern / Programmerfüllung, Masse und Mix

Das äußerst robuste städtebauliche Grundkonzept wird wie ein Leer-Gerüst mit geometrisch einfachen Typenhäusern gefüllt. Mit den dargestellten 3 unterschiedlich langen und jeweils 14,5 m tiefen Regelbausteinen S, M und L und einem Sonderbaustein als Punkthaus lässt sich das geforderte Programm, die vorgeschriebenen Wohnungsgrößen und der geforderte Wohnungsmix erfüllen. Häuser mit geförderten und frei finanzierten Wohnungen können flexibel verteilt werden und die Regelbausteine werden vielfältig kombiniert, um das zur Verfügung stehende Baugrundstück effektiv auszunutzen. 

Modul und Balkonzone

Um eine bauliche Monotonie als Konsequenz der Typisierung zu vermeiden, wird vorgeschlagen, den einfachen Gebäuden ein Add-On zu geben, eine vorgestellte Balkonzone als zweite Schicht mit Freisitzen und Fassadenbegrünung. Dieses hausweise individuell gestaltete Add-On wird unterstützt durch die unterschiedliche Farbgebung der einzelnen Häuser.  Es wird Vielfalt erzeugt, ohne den Vorteil des Baukastensystems und einer kostengünstigen Umsetzung zu schmälern. Systembauweise wird damit zu Einzelarchitektur. Verschiedene Architekten können auf der Grundlage eines zu erarbeitenden Gestaltungskatalogs Kleider für die Gebäude entwerfen.

Aktive EG-Zone

In den westlich angeordneten Sonderbausteinen Genossenschaftswohnen, Mehrgenerationenwohnen, Quartiersgarage und Pflegeeinrichtung werden öffentlich zugängliche Nutzungen zur Belebung des öffentlichen Raumes angeordnet. 

Geschossigkeit

Die Gebäude sind in der Regel 5-geschossig, die partielle 6 Geschossigkeit ist so verortet, dass die größere Gebäudehöhe städtebaulich besonders wirksam aber stadtklimatisch unbedenklich ist. Die drei Punkthäuser am großen Grün geben als prägnante Schlusssteine von innen und von außen schöne Blickbeziehungen. Das 6-geschossige Gebäude im Norden und die überhöhte Sporthalle über der Feuerwache im Süden sind markante Endpunkte im Nord-Süd Verlauf. Die U´s im Rücken werden durch die höheren ost-west-gerichteten Seitenflügel wohltuend gegliedert.

Maßnahmen zur Kostenreduzierung

Der Entwurf bietet Maßnahmen zur Kostenreduzierung an und kombiniert dabei alltagstaugliche benutzerfreundliche Qualitäten in einer qualitätvollen Quartiersentwicklung mit einer kompakten Erschließung und einer seriellen und kostengünstigen Bauweise.

  • Kostengünstige Erschließung, kompakte Bügelerschließung
  • Entfall Tiefgarage, Anordnung Quartiersgarage im Zentrum des Quartiers
  • Typenplanung: Mit lediglich 3 Haustypen (S, M, L) plus Punkthaus wird der geforderte Mix in den angegebenen Wohnungsgrößen bei geförderten und freifinanzierten Wohnungen erreicht.
  • Einfache Kubaturen ohne Vor- und Rücksprünge mit herkömmlichen Spannweiten. Eignung als Modulbauweise.
  • Einsatz von sich wiederholenden baulichen Details im gesamten Quartier
Baukosten, AV-Verhältnis

Die vorgegebenen Baukosten sind ambitioniert gering, bei konsequenter Nutzung der Vorteile der aufgezeigten Serialität besteht eine gute Chance auf deren Einhaltung. Das angegebene AV-Verhältnis 0,75 wurde anhand von Probeentwürfen nachgewiesen. 

Lage Pflegeeinrichtung 

Die nördlich der Quartiersgarage angeordnete Pflegeeinrichtung liegt teilweise in der vom Sportlärm bei freier Schallausbreitung beeinträchtigten Fläche. Wir gehen davon aus, dass die neue Bebauung nordöstlich davon eine abschirmende Wirkung hat, so dass die Werte eingehalten werden. Dies kann ohne weiteres bei der Reihenfolge der Bauabschnittsbildung berücksichtigt werden. Wenn das Problem damit nicht gelöst ist, kann die Lage der Quartiersgarage/des Pflegeheims getauscht werden.

Feuerwehr, Müll

Die Anleiterung der Feuerwehr erfolgt entsprechend den Anforderungen der Feuerwehr an Bewegungs- und Aufstellflächen südlich und östlich der Höfe und südlich der Wohnhauszeilen, teilweise ergänzt durch Anleiterungsflächen an den Giebelbereichen. Dies gilt auch für den nördlichen und südlichen Hof. Die Müllabholung erfolgt in der Bügelstraße und im südlichen Hof. Der Abstand von der Haustür zu den eingegrünten Müllplätzen überschreitet bei einigen Gebäuden der Wohnzeilen die gewünschten 40m um weitere ca. 40 m. Wir meinen, dass dies vertretbar ist, weil die Müllstandorte sich auf dem Weg zu Fahrrad oder PKW befinden. Vergleichbares wird gerade bei einem aktuellen anderen GAG-Projekt realisiert. Sollte dies nicht gewünscht sein, können weitere Müllstandorte in Nähe der Hauseingänge realisiert werden. Der Hausmeister würde in diesem Fall die Behälter auf einer Aufstellfläche an der Straße bereitstellen. Dies gilt auch für den nördlichen Hof und die entferntesten Gebäude der südlichen Wohnzeile. Um die Nutzung hier nicht durch Müllfahrzeuge einzuschränken, wird vorgeschlagen, dass der Hausmeister in diesen Sondersituationen die Müllcontainer auf Stellflächen an der Bügelstraße und im südlichen Wohnhof zur Abholung bereitgestellt.

Öffentlicher Freiraum und Landschaft

Die bestehende grüne Achse St. Adelheid wird im neuen Quartier fortgesetzt und bildet eine attraktive und kräftige Verbindung in den landschaftlichen Raum. Der bestehende Gehölzrahmen wird mit einer sehr großen offenen Wiese in seiner Mitte ergänzt, so entsteht ein Landschaftsraum mit einem attraktiven Sog nach Osten.

Übergang zwischen Haus und Umgebung

Die sorgfältige Gestaltung des Übergangs zwischen Haus und Vorzone ist zur Unterstützung der Alltagstauglichkeit entscheidend. Daher sind die Treppenhäuser durchgesteckt und die EG-Wohnungen zum Schutz der Privatheit im leichten Hochparterre angeordnet. An den Hauseingängen werden offene Fahrradstellplätzen und eine Bank zum Verweilen angeordnet.

Übergang und Grenze zwischen Quartier und Landschaft
Die Perspektive zeigt einen begrünten Wohnhof mit einem Spielplatz und Sitzmöglichkeiten. Um den Hof stehen warmfarbene Gebäude mit Balkonen. Erwachsene und Kinder halten sich gemeinsam im Hof auf. Einige sitzen, andere gehen oder spielen.

Am östlichen Rand des Quartiers verzahnen sich Quartier und Landschaft räumlich. Jeder zweite Freiraum zwischen den Neubauten ist als offene Landschaftsfuge gestaltet. Diese Landschaftsfugen führen von der offenen Wiese in die Siedlung hinein und durch diese hindurch bis ins bestehende Neubrück. Hier wird mit den landschaftstypischen Wiesen und mit Baumgruppen gearbeitet und der Charakter der Zone C bis an Zone A herangeführt. Zwischen den Häusern verdichtet sich das Wegenetz und es werden lineare Spielpfade eingefügt, die den Raum nutzbar machen, aber Luft und Landschaft hineinlassen.
Kleine Baumparks, vor jeweils zwei Giebelseiten der Gebäudefinger erweitern die Raumstruktur des Quartiers in die Landschaft hinein. Diese aus Großbäumen gebildeten Baumparks sind für Erholungsnutzung und Aufenthalt hoch attraktiv und verzahnen wiederum die Zone B nach Osten. Nach innen bilden sie einen grünen Abschluss für die drei intensiv genutzten Wohnhöfe des Quartiers, wobei sie gezielte Blicke in die Landschaft freilassen. Die Wohnhöfe werden mit farbstarken Gehölzen und den Materialien einer intensiven Wohnlandschaft gebaut und möbliert.
Entlang der Siedlungskante erzeugt die abwechselnde Anordnung der Baumparks und der offenen Wiesen einen in Nord- Süd Richtung abwechslungsreichen Freiraum. Zwei parallele Wege erlauben zahlreiche kleine Rundwege; der Weg am Quartier erschließt die Höfe und die möblierten Bereiche, der Weg an der Landschaft ist eine erlebbare Kante, die zur Wiese hin keine Zugänglichkeit anbietet. So wird eine gute Nutzbarkeit unterstützt, zugleich entsteht eine erlebbare Abgrenzung zu den extensiven und naturnahen Räumen.

Ausgleichsflächen als Entwicklungschance

Der Entwurf der Landschaft nutzt den Werkzeugkasten, der im östlichen Bereich für die Ausgleichsflächen entwickelt wurde, wesentliche Bestandteile sind Glatthaferwiesen und Feldgehölze. Der notwendige Ausgleich wird erfüllt, die Zone D bleibt unverändert, die Zonen B und C werden in leicht veränderter Geometrie umgesetzt, bei gleichbleibenden Flächengrößen. Die offenen Glatthaferwiesen sind Teil der Zone C und erstrecken sich bis an die Siedlungskante heran, die Baumparks aus Feldgehölzen haben eine höhere Nutzungsintensität, hier weitet sich Zone B in die Landschaft hinein aus. Statt der schmal geschichteten Zonen der Vorstudie entwickelt diese Anordnung kompaktere Biotopräume, die aufgrund der Geometrie eine höhere Resilienz aufweisen und macht verständlich welche Zonen genutzt und welche der Natur überlassen werden sollen. 

Der Grünzug St. Adelheid

Das öffentliche Spiel wird in dieser Grünachse gebündelt und in drei Bereichen mit verschiedenen Programmen gestaltet. Dadurch entsteht ein Park für alle Altersgruppen. Eine sanfte Topografie unterstützt die räumliche Vielfalt, so ist der Sandspielbereich im Westen dadurch vom Neubrücker Ring selbstverständlich abgeschirmt. Die Wohnfassaden sind nah und auch die große Kita hat schnellen Zugang. Ein Sportband mit Schwerpunkt Calisthenics und gesundheitserhaltender Sport liegt zentral im Park, eine große Pergola bietet Schatten und Aufenthalt, ohne die gewünschte Kaltluftschneise zu stören. Ein wunderbar im Wald gelegener Spielplatz hinter der Feuerwache ist gut mit dem Rad erreichbar, hier steht ein sehr großes Kletterspiel, die Erwachsenen können unter Baumgruppen Anlaufpunkte bieten. Zur offenen Landschaft erhebt sich die Topografie mit 3m am höchsten, eine große Panoramatreppe schafft einen urbanen und doch überraschend grünen Ort für die Gemeinschaft. 

Wegenetz

Das Wegenetz ist einerseits von der Bügelerschließung ausgehend funktional und dicht, wobei der parallele Weg im Grünen die Erschließung sämtlicher Gebäudefinger mit hoher Qualität vereint. Viele Wege führen in die Landschaft, wobei die Anzahl nach Osten hin deutlich reduziert wird, um die Aktivität im Einklang mit den Entwicklungszielen der Landschaft hinzubekommen. Öffentliche Verkehrsflächen sind reduziert, der Bügel erschließt alle Grundstücksteile und öffentliche Wege binden die Landschaft im Norden und Süden an.

Entwässerungskonzept und Starkregen

Für die Einleitung des Niederschlagswassers von den Dächern in das Grundwasser sorgen Rigolen, die unter Berücksichtigung der Altlastenverdachtsfläche in den Wohnhöfen und im Westen entlang der bestehenden Gehölzkante angeordnet werden. Die Dächer sind als Retentionsdächer ausgebildet, so dass die Anlagen weniger groß dimensioniert sind und zudem die Starkregensituation lösbar bleibt. 
Überall dort, wo Fahrverkehre sind, gibt es Mulden parallel zu den Verkehrsflächen, so wird das Wasser gereinigt, bevor es versickert, die Lage in der Trinkwasserschutzzone wird damit berücksichtigt. Leicht gemuldete Bereiche in den Höfen und in den westlichen Gärten, sowie tief liegende Verkehrsflächen halten Wasser bei Starkregen zurück; die Neigung des Gebietes ist übergeordnet nach Westen, so dass die Landschaftsfugen einen Notwasserweg für extreme Starkregen bieten.

Feuer- und Rettungswache

Die Feuer- und Rettungswache wird kompakt mit einem gestalterisch attraktiven mittig angeordneten Tor für die Alarmausfahrt direkt am Neubrücker Ring angeordnet. Der lange nördliche Gebäudekörper sichert ein Lärmabschirmung nach Norden. Die funktionale Optimierung insbesondere der Blöcke 1 – 5 erfolgt unter Berücksichtigung der Aufstellflächen und Durchfahrtsbreiten. Es wird vorgeschlagen die Alarmausfahrt mit einer Breite von mindestens 9 m mit der Rückkehrerspur zu kombinieren. Sollte dies nicht gewünscht werden, können Aus- und Einfahrt bei gleichem Gebäudekonzept getrennt werden. Die Notausfahrt ist über den Hüttenweg vorgesehen. Die PKW Erschließung mit Einfahrt in die Tiefgarage erfolgt seitlich wo jetzt schon ein „Loch“ in der Baumreihe ist. Die Sporthalle im 1.OG liegt an der Schnittstelle Feuer- und Rettungswache/ St. Adelheid Park/bestehende Bebauung und neuem Quartier. Damit ist sie ein Wahrzeichen für das gesamte Quartier und direkt nutzbar aus den unterschiedlichen Bereichen.

Bauabschnitte:

1 – Mit dem 1. Bauabschnitt wird die Raumkante zu dem St. Adelheid Park besetzt. Die Sondernutzungen Kita, Genossenschaftswohnen sowie der 1. Teil Systembau GAG liegen damit in einer attraktiven Lage am St. Adelheid Park. Durch frühe Realisierung der öffentlichen Grün- und Spielflächen profitiert das bestehende Quartier früh im Prozess.

2 – Der 2. BA komplettiert das Gegenüber der Quartiersgarage. 

3 – Die Schallschutzanforderung an die Pflegeeinrichtung wird unter Berücksichtigung der zukünftigen nördlichen Bebauung geprüft. Wir erwarten, dass die Werte eingehalten werden, wenn die nördliche Bebauung im 3. BA realisiert wird. 

4 – Als letzte BA´s folgen die Pflegeeinrichtung und der letzte Baustein der GAG.

5 – Die Feuer- und Rettungswache kann unabhängig von den übrigen Bauabschnitten realisiert werden.

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