Forsteinrichtungswerk

Wald mit Bäumen

Neue Forsteinrichtung für den städtischen Wald

Kurz und einfach

Die Stadt Köln erstellt eine neue Forsteinrichtung.

In der Forsteinrichtung wird festgelegt, wie der städtische Wald in den nächsten zehn Jahren gepflegt und entwickelt werden soll.

Dafür werden die Waldflächen der Stadt untersucht und bewertet.

Der Wald ist wichtig für Menschen, Tiere und Pflanzen. Er dient der Erholung, schützt das Klima und erfüllt viele weitere Aufgaben.

Die Stadt Köln möchte die Bürgerinnen und Bürger an der Planung beteiligen. Deshalb können Sie Hinweise, Anregungen und Ideen zur zukünftigen Entwicklung des städtischen Waldes einbringen.

Ziel:

  • Der städtische Wald soll auch in Zukunft vielfältig, widerstandsfähig und ökologisch wertvoll bleiben.
  • Die Pflege und Entwicklung des Waldes soll an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden.

Informationen auf einen Blick

  • Politisches Entscheidungsgremium: Rat der Stadt Köln
  • Fachbereich in der Verwaltung: Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
  • Intensitätsstufe der Beteiligung: Beratung / Konsultation  
  • Beteiligungszeitraum: 6. bis 19. Juli 2026              

Termine und Neuigkeiten

Workshop mit Waldexkursion (bereits stattgefunden)
4. Juli 2026
Haus des Waldes, Gut Leidenhausen.

9. Juli 2026: Einführung der Abo-Funktion

Sie können sich ab jetzt benachrichtigen lassen, wenn es neue Inhalte auf der Seite gibt. Wir haben alle Infos für Sie zusammengestellt:
 Abo-Funktion Öffentlichkeitsbeteiligung | Beteiligungsportal der Stadt Köln

Aktueller Stand

Bei dem Bild handelt es sich um eine Grafik. Es ist ein grauer Pfeil, vor welchem sich rote Kästen befinden. Die drei Kästen "Beteiligung wird vorbereitet", "Beteiligung wird ausgewertet" und "Beteiligung ist abgeschlossen" sind blass, wo hingegen der Kasten "Beteiligung läuft" deultich rot hervorgehoben wird. Dies soll verdeutlichen, dass die Beteiligung aktuell stattfindet.
Liebe Waldinteressierte,

wir freuen uns, dass Sie sich für die Zukunft des Kölner Waldes interessieren.

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zum neuen Forsteinrichtungswerk und zu den Themen der Öffentlichkeitsbeteiligung. Egal, ob Sie den Wald regelmäßig nutzen oder sich einfach näher informieren möchten – alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich einzulesen und ihre Hinweise und Anregungen einzubringen!

Hintergrund

Die Stadt Köln ist gesetzlich verpflichtet, ihren Wald auf Grundlage einer sogenannten Forsteinrichtung zu bewirtschaften. Die Forsteinrichtung legt fest, wie der städtische Wald in den kommenden zehn Jahren gepflegt, entwickelt und bewirtschaftet werden soll.

Dafür werden die Waldflächen untersucht und bewertet. Auf dieser Grundlage werden Ziele und Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung des Waldes festgelegt.

Die bisherige Forsteinrichtung ist Anfang 2024 ausgelaufen. Seitdem wird eine neue Forsteinrichtung erarbeitet, die die Entwicklung des Kölner Stadtwaldes für die kommenden zehn Jahre festlegt.

Der Kölner Stadtwald erfüllt viele wichtige Aufgaben. Er ist Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze, trägt zum Klima- und Wasserschutz bei und bietet den Menschen in Köln Raum für Erholung und Freizeit. Gleichzeitig liefert er den nachwachsenden Rohstoff Holz, der nachhaltig genutzt werden kann.

Seit vielen Jahren wird der Kölner Stadtwald nach ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet. Er ist nach den Standards des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Diese Zertifizierung bestätigt, dass bei der Waldbewirtschaftung bestimmte ökologische, soziale und wirtschaftliche Standards eingehalten werden. Darüber hinaus sind weitere gesetzliche und fachliche Vorgaben – beispielsweise aus dem Natur- und Klimaschutz – zu berücksichtigen.

Diese gesetzlichen und fachlichen Rahmenbedingungen bilden die Grundlage für die Neuaufstellung der Forsteinrichtung und die Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung des städtischen Waldes.

Beteiligen Sie sich hier!

Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks für den städtischen Wald zu beteiligen.

Bringen Sie Ihre Erfahrungen, Hinweise und Anregungen zur zukünftigen Entwicklung des Kölner Waldes ein. Die Beteiligung umfasst die Themen: Nachhaltige Waldpflege, Waldverjüngung sowie Natur- und Artenschutz. Sie können sich auf zwei Wegen beteiligen:

 

Workshop mit Waldexkursion

4. Juli 2026 | 10:00 bis 15:00 Uhr
Haus des Waldes, Gut Leidenhausen, 51147 Köln

Informieren Sie sich vor Ort über die Ergebnisse der Waldaufnahme und tauschen Sie sich mit Fachleuten und anderen Interessierten über die zukünftige Entwicklung des städtischen Waldes aus.

Zur Veranstaltung
 

Online-Beteiligung

Vom 6. bis 19. Juli 2026 können Sie Ihre Hinweise, Erfahrungen und Anregungen online einbringen.

Die Online-Beteiligung wird zum Start der Beteiligungsphase am 6. Juli 2026 freigeschaltet.

Zur Online-Beteiligung 

Zu welchen Themen können Sie sich einbringen?

Mit der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks werden wichtige Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung des Kölner Stadtwaldes vorbereitet.

Viele Rahmenbedingungen sind bereits durch Gesetze und fachliche Vorgaben festgelegt. Bei einigen Themen gibt es jedoch unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Wald künftig gepflegt und weiterentwickelt werden kann. Zu diesen Themen können Bürger*innen ihre Erfahrungen, Hinweise und Einschätzungen in den weiteren Planungsprozess einbringen.

Im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsbeteiligung stehen drei Themenbereiche:

1. Nachhaltige Waldpflege

Die nachhaltige Waldpflege umfasst die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes. Dabei geht es unter anderem um geeignete Arbeitsverfahren und die nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz. Unterschiedliche Anforderungen und Ziele sollen dabei in Einklang gebracht werden.

Arbeitsverfahren im Überblick

Für die Waldpflege gibt es unterschiedliche Arbeitsverfahren. Sie unterscheiden sich unter anderem darin, wie stark der Waldboden und der verbleibende Waldbestand geschont werden, wie aufwendig die Durchführung ist und welche Kosten entstehen.

Rahmenbedingungen

Die Waldbewirtschaftung erfolgt nach den Standards der FSC-Zertifizierung. Diese steht für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und legt unter anderem Anforderungen zum Schutz von Natur, Umwelt und sozialen Standards fest. Ein wichtiges Ziel ist es, den Waldboden möglichst wenig zu beeinträchtigen.Dafür wurde ein Erschließungskonzept entwickelt. Die sogenannten Rückegassen sind dauerhaft angelegte Fahrspuren, über die das Holz aus dem Wald transportiert wird. Im Kölner Stadtwald liegen sie mindestens 40 Meter auseinander. Dadurch wird nur ein kleiner Teil der Waldfläche befahren und der Waldboden bestmöglich geschützt. Außerhalb der Rückegassen darf der Waldboden grundsätzlich nicht befahren werden.
Diese Rahmenbedingungen beeinflussen, welche Arbeitsverfahren eingesetzt werden können. Ein vollständig maschineller Einsatz von Harvestern – vollmechanischen Holzerntemaschinen – auf der gesamten Waldfläche ist beispielsweise nicht möglich, da ihre Reichweite für den Abstand der Rückegassen nicht ausreicht.
 

Kölner Verfahren

Die Bäume werden von Forstwirtinnen und Forstwirten gefällt. Anschließend wird das Holz mit Pferden bis zur Rückegasse gebracht und dort mit einem Tragschlepper – einer Forstmaschine zum Holztransport – weitertransportiert.

Besonderheiten

  • maximale Schonung des verbleibenden Waldbestandes 
  • höherer Arbeits- und Kostenaufwand.

 

 

Teilmechanisierte Arbeitsverfahren
Maschinen arbeiten innerhalb ihrer Reichweite an den Rückegassen. Holz aus den Bereichen zwischen den Rückegassen wird zusätzlich mit Pferden oder einer Seilwinde bis zur Rückegasse transportiert.

Besonderheiten

  • geringerer Arbeits- und Kostenaufwand 
  • aufwendigere Arbeitsorganisation 
  • mehrfaches Befahren der Rückegassen 

 

 

Seilzugverfahren

Das Holz wird mit einer Seilwinde bis zur Rückegasse transportiert.

Besonderheiten

  • geringerer Arbeits- und Kostenaufwand 
  • höheres Risiko von Schäden am verbleibenden Waldbestand 

 

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks wird festgelegt, welche Arbeitsverfahren künftig bei der Waldpflege eingesetzt werden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, Hinweise und Einschätzungen dazu einzubringen, welche Aspekte bei der Auswahl geeigneter Arbeitsverfahren besonders berücksichtigt werden sollten.

Nachhaltige Holznutzung

Der Kölner Stadtwald wird nachhaltig bewirtschaftet. Das bedeutet, dass langfristig nicht mehr Holz genutzt wird, als nachwächst. Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sind gesetzlich verpflichtet, diesen Grundsatz einzuhalten. Die Forsteinrichtung bildet hierfür die fachliche Grundlage.

Rahmenbedingungen

Im Kölner Stadtwald wachsen jährlich rund 23.000 Festmeter Holz nach. Unter Berücksichtigung der Kölner Rahmenbedingungen – beispielsweise des Anteils an Naturwaldentwicklungsflächen – schlägt der Forsteinrichter eine nachhaltig nutzbare Holzmenge von 12.500 Festmetern pro Jahr vor. Auch bei dieser Nutzung wächst der Holzvorrat im Stadtwald weiterhin um mehr als 10.000 Festmeter pro Jahr. Es wird also dauerhaft weniger Holz genutzt, als jährlich nachwächst. Sollte infolge des Klimawandels der Anfall von Totholz deutlich zunehmen, wird der Holzeinschlag entsprechend reduziert.

Abwägung bei der nachhaltigen Holznutzung

Innerhalb der nachhaltigen Waldbewirtschaftung besteht eine Bandbreite bei der Nutzung des jährlich nachwachsenden Holzes. Unter den heutigen Rahmenbedingungen kann die nachhaltig nutzbare Holzmenge zwischen 6.000 und 12.500 Festmetern pro Jahr liegen. Wird ein größerer Teil des Holzzuwachses genutzt, steht mehr regional erzeugtes Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung zur Verfügung. Dieses Holz kann beispielsweise als Bau- oder Möbelholz verwendet werden. Der darin enthaltene Kohlenstoff bleibt langfristig gespeichert.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen größeren Teil des Holzzuwachses im Wald zu belassen. Dadurch erhöht sich langfristig der Holzvorrat und damit auch die Menge des im Wald gebundenen Kohlenstoffs.

Unabhängig von der gewählten Holznutzungsmenge müssen regelmäßig einzelne Bäume im Rahmen von Durchforstungen entnommen werden. Durchforstungen sind Pflegemaßnahmen, mit denen stabile und widerstandsfähige Waldbestände entwickelt werden. Ohne diese Eingriffe würden die Waldbestände dichter und anfälliger für Stürme und andere Schadereignisse. Dadurch könnte auch der im Wald gebundene Kohlenstoff wieder freigesetzt werden.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks wird festgelegt, wie der jährlich nachwachsende Rohstoff Holz nachhaltig genutzt werden soll. Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, Hinweise und Einschätzungen dazu einzubringen, welche Aspekte bei der zukünftigen Holznutzung besonders berücksichtigt werden sollten.

2. Waldverjüngung

Die Waldverjüngung beschreibt, wie sich der Wald langfristig erneuern und an den Klimawandel anpassen kann. Dabei geht es unter anderem um die Naturverjüngung, die Pflanzung zusätzlicher Baumarten sowie die Entwicklung artenreicher und klimastabiler Wälder.

Waldverjüngung

Grundsätzlich sollen sich bestehende Waldflächen möglichst durch Naturverjüngung erneuern. Das bedeutet, dass sich neue Bäume möglichst auf natürliche Weise aus den Samen bereits vorhandener Bäume entwickeln.

Um artenreiche und an den Klimawandel angepasste Wälder zu fördern, kann die Naturverjüngung durch die Pflanzung zusätzlicher Baumarten ergänzt werden.

Außerdem wird festgelegt, wie mit Baumarten umgegangen werden soll, die sich zwar von selbst ansiedeln, langfristig jedoch nicht ausreichend an den Klimawandel angepasst, aus fachlichen Gründen nicht erwünscht oder invasiv sind. Invasive Baumarten können sich stark ausbreiten und heimische Tier- und Pflanzenarten verdrängen.

Darüber hinaus kann geprüft werden, ob geeignete, nicht heimische Baumarten aus angrenzenden Lebensräumen in begrenztem Umfang – etwa fünf bis zehn Prozent der Fläche – zur Entwicklung stabiler und an den Klimawandel angepasster Wälder beitragen können. Dies gilt sowohl für die Ergänzung der Naturverjüngung als auch für die Neuanlage von Waldflächen.

Damit sich junge Bäume erfolgreich entwickeln können, müssen die Wildbestände an den Lebensraum angepasst sein. Vor allem Rehwild und Kaninchen können junge Bäume durch Verbiss schädigen und dadurch die natürliche Entwicklung des Waldes beeinträchtigen.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks wird festgelegt, wie die Waldverjüngung künftig gestaltet werden soll. Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, Hinweise und Einschätzungen dazu einzubringen, welche Aspekte bei der Entwicklung artenreicher und an den Klimawandel angepasster Wälder besonders berücksichtigt werden sollten.

3. Natur- und Artenschutz

Der Kölner Stadtwald ist Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Damit diese Lebensräume langfristig erhalten und weiterentwickelt werden können, werden bereits heute verschiedene Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz umgesetzt. Dazu gehören unter anderem Naturwaldentwicklungsflächen, der Erhalt von Totholz, Biotopbäume sowie Projekte zum Klima-, Natur- und Artenschutz.

Naturwaldentwicklungsflächen

Naturwaldentwicklungsflächen sind Waldflächen, die dauerhaft aus der forstlichen Nutzung genommen werden. Das bedeutet, dass dort kein Holz mehr genutzt wird und sich der Wald ohne menschliche Eingriffe natürlich entwickeln kann. Diese Flächen fördern die biologische Vielfalt (Biodiversität), also die Vielfalt der Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie ihrer Lebensräume. Gleichzeitig dienen sie als Beobachtungsflächen. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen in die naturnahe Bewirtschaftung anderer Waldflächen ein.

Seit der ersten FSC-Zertifizierung im Jahr 2001 – einem international anerkannten Standard für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung – wurden die Naturwaldentwicklungsflächen kontinuierlich erweitert. Durch Flächenerweiterungen und neue Schutzgebiete werden sie im aktuellen Planungszeitraum auf rund 612 Hektar anwachsen. Damit werden künftig etwa 18 Prozent der städtischen Waldfläche als Naturwaldentwicklungsflächen ausgewiesen.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks ist zu entscheiden, ob der Anteil der Naturwaldentwicklungsflächen künftig weiter erhöht werden soll. Eine Ausweitung würde zusätzliche Lebensräume schaffen und die natürliche Waldentwicklung fördern. Gleichzeitig wären hierfür angepasste Nutzungskonzepte – insbesondere entlang von Erholungswegen – erforderlich. Außerdem würde auf diesen Flächen dauerhaft auf die Holznutzung verzichtet, wodurch geringere Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung entstehen würden.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, Hinweise und Einschätzungen dazu einzubringen, welche Bedeutung Naturwaldentwicklungsflächen aus Ihrer Sicht für den Natur- und Artenschutz haben und welche Aspekte dabei besonders berücksichtigt werden sollten.

Totholz

Natürlich entstandenes stehendes und liegendes Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Deshalb soll Totholz möglichst im Wald erhalten bleiben, soweit dies mit der Verkehrssicherheit, also dem Schutz der Waldbesucherinnen und Waldbesucher, vereinbar ist.

Ausnahmen bestehen dort, wo Maßnahmen zur Verkehrssicherung erforderlich sind. In besonders stark genutzten Bereichen des Äußeren Grüngürtels wird Totholz entlang der Wege teilweise entfernt oder zerkleinert. Zusätzlich werden Trampelpfade durch Holzzäune oder Totholzhaufen gesperrt, damit Besucherinnen und Besucher Bereiche mit erhöhtem Risiko nicht betreten.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks ist zu entscheiden, ob das bestehende Totholzkonzept weiterentwickelt werden soll. Denkbar wäre beispielsweise, weitere Trampelpfade zu sperren oder stehendes Totholz durch Einkürzen auf eine ungefährliche Höhe zu erhalten. Dadurch könnten zusätzliche Lebensräume entstehen. Gleichzeitig würden jedoch der Pflegeaufwand und die Kosten steigen.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, Hinweise und Einschätzungen dazu einzubringen, welche Bedeutung der Erhalt von Totholz aus Ihrer Sicht für den Natur- und Artenschutz haben sollte und welche Aspekte dabei besonders berücksichtigt werden sollten.

Biotopbäume

Biotopbäume sind besonders wertvolle Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze. Sie weisen beispielsweise Baumhöhlen, besondere Aststrukturen oder Horste (Nester) von Greifvögeln auf und bleiben dauerhaft bis zu ihrem natürlichen Zerfall im Wald erhalten. Dadurch tragen sie zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Im Rahmen der FSC-Zertifizierung sowie des Förderprogramms „Klimaangepasstes Waldmanagement“ muss eine festgelegte Anzahl solcher Biotopbäume dauerhaft ausgewiesen und erhalten werden. Insgesamt sollen im Kölner Stadtwald rund 13.700 Biotopbäume gesichert werden. Biotopbäume können jedoch nur dort ausgewählt werden, wo dauerhaft keine Gefahr für Besucherinnen und Besucher besteht.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks ist zu entscheiden, ob das Biotopbaumprojekt künftig weiter ausgebaut werden soll.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, Hinweise und Einschätzungen dazu einzubringen, welche Bedeutung Biotopbäume aus Ihrer Sicht für den Natur- und Artenschutz haben und welche Aspekte dabei besonders berücksichtigt werden sollten.

Projekte für Klima-, Natur- und Artenschutz

Bereits heute werden zahlreiche Projekte zum Klima-, Natur- und Artenschutz umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Renaturierung (Wiederherstellung natürlicher Lebensräume) ehemaliger Moorstandorte, Beweidungsprojekte zur Entwicklung wertvoller Offenlandbiotope (offene Lebensräume wie Wiesen oder Heideflächen) sowie Maßnahmen zum vorbeugenden Hochwasserschutz.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks können weitere Projekte entwickelt werden, die den Klima-, Natur- und Artenschutz im Kölner Stadtwald stärken.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Möglichkeit, weitere Projektideen für den Klima-, Natur- und Artenschutz einzubringen. Alle eingereichten Vorschläge werden fachlich geprüft und können, vorbehaltlich der fachlichen Eignung sowie der verfügbaren finanziellen Mittel, bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.

Zeitplan der Öffentlichkeitsbeteiligung

4. Juli 2026

1. Beteiligungsphase: Workshop mit Waldexkursion

Informieren Sie sich über die Ergebnisse der Waldaufnahme und die geplante Entwicklung des städtischen Waldes für die kommenden zehn Jahre.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen sowie Hinweise und Anregungen direkt vor Ort einzubringen.

6. Juli 2026 bis 19. Juli 2026

2. Beteiligungsphase: Online-Dialog

Vom 06.07.2026 bis 19.07.2026 haben Sie auch die Möglichkeit, sich online an der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Forsteinrichtungswerk zu beteiligen.
Teilen Sie uns Ihre Hinweise, Ideen, Anregungen und Erfahrungen zur zukünftigen Entwicklung des städtischen Waldes mit.

[Zur Online-Beteiligung]

3. Quartal 2026

Auswertung der Beteiligungsergebnisse

Die Hinweise, Anregungen und Rückmeldungen aus dem Workshop und dem Online-Dialog werden dokumentiert, geprüft und fachlich eingeordnet.
Dabei wird geprüft, welche Hinweise im Rahmen der weiteren Ausarbeitung des Forsteinrichtungswerks berücksichtigt werden können.
Anschließend soll die Genehmigung der Einrichtung durch die Untere Forstbehörde und der Beschluss durch den Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün erfolgen.

3. Quartal 2026

Veröffentlichung der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung werden veröffentlicht.
In einem Abschlussbericht werden die eingebrachten Hinweise, Anregungen und Rückmeldungen zusammenfassend dargestellt und fachlich eingeordnet.

Voraussichtlich 3. Quartal 2026

Genehmigung des Forsteinrichtungswerks durch die untere Forstbehörde

Prüfung und Genehmigung des Forsteinrichtungswerks durch die zuständige untere Forstbehörde.

Voraussichtlich 3. Quartal 2026

Beschluss über das Forsteinrichtungswerk durch den Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün

Beratung und Beschlussfassung über das Forsteinrichtungswerk im Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün.

Downloads

Forsteinrichtung - Zusammenfassung

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Vortrag: Forsteinrichtungswerk

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Kontakt

Michael Hundt

Haben Sie Fragen zum Projekt?

Wenden Sie sich gerne an Michael Hundt vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen

Nehmen Sie hier gerne Kontakt auf!

Seher Güctekin

Haben Sie Fragen zur Beteiligung?

Wenden Sie sich gerne an Seher Güctekin vom Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung:

Schreiben Sie mir gerne!

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