3. FAQ Fragen zu Informationen zur Einbindung und Unterstützung der Nachbarschaft und des Umfelds

3. Fragen zu Informationen zur Einbindung und Unterstützung der Nachbarschaft und des Umfelds

3.1 Wo finde ich Informationen zum aktuellen Stand, zu Veranstaltungen, zum Stream und zu Bewerbungsmöglichkeiten für das Suchthilfezentrum?

Die Informationen, die aktuell zur Verfügung stehen, sind auf dieser Plattform zu finden. Da das Suchthilfezentrum derzeit noch geplant wird, liegen weitere Informationen, zum Beispiel zu konkreten Stellenangeboten, noch nicht vor. Ein Streamzugang ist aktuell nicht vorhanden.

3.2 Warum hat es im Vorfeld nicht mehr Beteiligung gegeben?

Bisher hat sich bei der Standortsuche eines Suchthilfeangebots mit Drogenkonsumraum gezeigt, dass Anwohnende und Geschäftstreibende bei einer Standortprüfung zunächst mit Verunsicherung und Unbehagen reagieren. Dies sollte vermindert werden, solange die grundlegenden Vorprüfungen der baulichen und baurechtliche Machbarkeit noch nicht abgeschlossen waren. 

Nach intensiver Standortsuche im Innenstadtbereich haben die eingehenden Prüfungen ergeben, dass der Standort Perlengraben geeignet ist und die einzige und somit alternativlose Lösung für ein Suchthilfezentrum in dieser Lage darstellt. Bei der benötigten Innenstadtlage ist unvermeidbar, dass es Wohnbebauung in der Nähe gibt. Die Entscheidung für den Standort Perlengraben musste im Sinne der gesamten Stadtgesellschaft dennoch getroffen werden, da für die Einrichtung eines Suchthilfezentrums in der Innenstadt dringender Handlungsbedarf besteht. Insofern gab es faktisch keinen Entscheidungsspielraum. Um so früh wie möglich Transparenz herzustellen, wurde im Dezember 2025 und damit frühestmöglich über das Vorhaben informiert – auch wenn noch keine Detail- und Zeitplanung vorlag. Eine erste Informationsveranstaltung für Anwohnende und Interessierte fand am Dienstag, den 20. Januar 2026, im Berufskolleg Perlengraben statt, um ins Gespräch zu kommen, Fragen zu klären und auf verschiedene Themen einzugehen.

3.3 Wie wird die Nachbarschaft im Umfeld künftig eingebunden und informiert?

In Folge sind kontinuierlich und bedarfsbezogen weitere Veranstaltungen geplant.. Ziel ist es, Anwohnende, Schulen, Nutzer*innen der Einrichtung und weitere Betroffene frühzeitig, kontinuierlich und transparent zu informieren und dort, wo Gestaltungsspielräume bestehen, Beteiligungsmöglichkeiten anzubieten, beispielsweise hinsichtlich der Gestaltung der Umgebung und des Zusammenwirkens zwischen den verschiedenen Akteursgruppen. Ergänzend soll es einen Austausch mit Schulen, Gewebetreibenden, Bürger*innenvereinen, Interessensgemeinschaften und weiteren betroffenen Akteur*innen geben. Über das weitere Vorgehen wird fortlaufend auf dieser Plattform informiert. 

Eine Besichtigung des SHZ im Vorfeld der Eröffnung wird möglich sein.

3.4 Inwieweit gibt es eine unmittelbare Nachbarschaft in Sichtweite und werden sich dadurch Beeinträchtigungen ergeben?

Die Einrichtung soll für das unmittelbare Umfeld so wenig Beeinträchtigungen wie möglich mit sich bringen. Dies wurde bei der Planung berücksichtigt. Der Zugang für Konsument*innen wird daher zur Seite der Straße Perlengraben erfolgen. Dort gibt es unmittelbar neben der Einrichtung keine Nachbarschaft. Der Perlengraben ist eine vielbefahrene Verkehrsstraße mit Schienen der Stadtbahn in der Mitte, durch die die beiden Fahrtrichtungen getrennt werden. Dadurch sind eine gewisse Abschirmung und Distanz zu der gegenüberliegenden Seite der Straße gegeben.

Darüber hinaus wird ein Sichtschutz um die Einrichtung und ihr Außengelände angebracht werden, so können nicht nur die Anwohnendeninteressen sondern auch die Nutzendeninteressen nach Schutz gewährleistet werden. Das Gelände ist nach allen Seiten hin durch Straßen begrenzt, sodass ein Mindestabstand zum Umfeld gewährleistet ist. 

Zur Rückseite der Einrichtung hin befindet sich hinter der Straße Wohnbebauung. Zu dieser Nachbarschaft wird es ebenso eine optische Abschirmung gegeben. Darüber hinaus befindet sich auf dem Gelände des Suchthilfezentrums insbesondere im Randbereich Baumbestand, der weitestgehend, möglicherweise sogar komplett, erhalten bleiben kann und eine natürliche Grenze und damit einen zusätzlichen Sichtschutz darstellt. 

3.5 Wie wird nach Eröffnung der Einrichtung die Nachbarschaft im Umfeld zukünftig unterstützt werden?

Anwohnende werden sich jederzeit an eine Kontaktperson des Suchthilfezentrums wenden können. Es wird dort ein Umfeldmanagement geben, das gemeinsam mit dem Aufsuchenden Streetwork (ASC) daraufhin wirkt, dass Anwohnende nicht oder so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. 

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