Fragen & Antworten

Auf dem Bild ist ein großes Fragezeichen zu sehen. Um das Fragezeichen herum stehen zwei Personen, die die Hände heben und Fragezeichen neben ihren Köpfen haben.

Fragen & Antworten

Warum fragt mich niemand?

Das werden sich viele fragen. Denn grundsätzlich gilt: Je mehr Kölner*innen sich an der Gestaltung zukünftiger Gesundheitsversorgung beteiligen, um so runder wird das Ganze. In der konkreten Umsetzung sind dem allerdings Grenzen gesetzt. Bei einer Einwohner*innenzahl von zusammengerechnet etwa 200.000 in den beiden Stadtbezirken Chorweiler und Nippes sowie mehr als 1.000 Akteur*innen in der Gesundheitsregion KölnNord ist es unmöglich, jede und jeden in die Entwicklungsarbeit einzubinden. Trotzdem haben wir einen Weg gefunden, die Breite der Erfahrungen, Meinungen und Ideen in den Prozess einfließen zu lassen: Die Teilnehmer*innen der bürgerschaftlichen Gesundheitsräte Chorweiler und Nippes wurden aus der Gesamtbevölkerung heraus gelost, so dass in diesen Gremien die gesellschaftliche Vielfalt abgebildet ist. Die für die Gesundheit wichtigen Akteur*innen werden ab Ende 2026 Gelegenheit haben, sich an den Arbeitsgruppen aktiv zu beteiligen. Darüber hinaus können alle Interessierten ihre Fragen und Anregungen zum Modell Gesundheitsregion KölnNord an die Projektleitung richten. Wir freuen uns darauf!

Wird damit alles besser?

Wir können natürlich nicht zaubern. Das aber ist vielleicht auch gar nicht notwendig. Denn welche vorrangigen Ziele verfolgt die Gesundheitsregion KölnNord: Die Wahrnehmungen der Bürger*innen in den Mittelpunkt der Planungen zu stellen, die damit verbundenen Ziele zusammen und abgestimmt zu verfolgen und so auch die Versorgungslandschaft transparenter und zugänglicher zu gestalten. Wenn uns dies – wovon wir überzeugt sind – gemeinsam gelingt, werden sich die gesundheitlichen Rahmenbedingungen und Versorgungschancen zunächst für alle in Chorweiler und Nippes wohnenden Kölner*innen spürbar ins Positive verändern. Und gleichzeitig wird Gesundheit wieder auf die Füße gestellt: Die Bürger*innen können nicht nur unmittelbar ihre persönlichen Wahrnehmungen und Vorschläge in die Diskussion einbringen, sondern sind dauerhaft aktiv in das demokratische Verfahren der Gestaltung und Anpassung ihres Versorgungssystems eingebunden. 

Warum das ganze nicht gleich für die ganze Stadt Köln?

Es ist hier wie mit einem Puzzle: Liegt das erste Puzzleteil nicht richtig, wird aus dem Ganzen nichts. Insofern ist die Beschränkung auf die Gesundheitsregion KölnNord und damit auf zunächst zwei Stadtbezirke nur konsequent: Hier wird erprobt, ob der Ansatz grundsätzlich greift, das heißt, ob Bürger*innen, Akteur*innen und Organisationen das Angebot einer gemeinsamen Gestaltung der zukünftigen Gesundheitsversorgung überhaupt annehmen. Erst wenn dies der Fall ist und wenn die Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Akteur*innen und Politik zu messbaren Verbesserungen führt, ist der Punkt gemacht. Dann werden Rahmenbedingungen und politischer Wille darüber entscheiden, ob und in welcher Reihenfolge das regionale Versorgungskonzept auch auf andere Kölner Bezirke übertragen werden kann. 

 

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