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Josef-Steinberger

Überprüfung der Kölner Straßennamen

Josef-Steinberger

Betroffene*r aufgrund meines persönlichen Hintergrundes.

Josef Steinberger war ein Sinto der in Köln lebte, bevor er 1938 von dort in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurde. Er kehrte kurze Zeit zurück, wurde 1940 in das „Generalgouvernement Polen“ deportiert, wo sein Frau verstarb. Er durchlief dann bis 1945 Arbeitslager und Ghettos in Städten wie Lublin, Belzec, Kielce, und Warschau. im Januar 1945, nach der Befreieung durch die Rote Armee, lief er zu Fuß mit 5 Kindern für ein halbes Jahr nach Köln zurück. Er lebte, arbeitete, und feierete auch Karneval in Köln Bickendorf, wo er 1972 verstarb. Sein halbjähriger Fußmarsch um Familie zu finden und in seine Heimat zurückzukehren zeugt von seinem Charakter und macht ihn zu einer wichtigen Figur in der Kölschen Geschichte, die symbolisch für die vielen Romnja und Sintezza der Stadt steht. Angelehnt an die Gedenkveranstaltung zum 16 Mai wo die Stadt Köln Ihren Willen zur Beschäftigung mit der Geschichte und Denkmalerrichtung bekräftigte, wäre dies ein passendes Unternehmen.

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