Für die Mevlüde-Genc-Straße in Köln-Ehrenfeld:
Als junger Deutscher mit türkischen Wurzeln aus Köln-Ehrenfeld ist für mich klar: Die Gravenreuthstraße sollte nach Mevlüde Genc benannt werden. Ihr Name steht für Hoffnung, Versöhnung und Menschlichkeit – trotz eines unfassbaren Verlusts.
1993 verlor sie fünf Angehörige bei einem rassistischen Brandanschlag in Solingen. Statt Hass zu säen, rief sie zur Versöhnung auf: „Ich vergebe, aber ich vergesse nicht.“ Diese Worte bewegen bis heute, besonders Menschen wie mich, deren Familien ebenso betroffen hätten sein können.
In einer Zeit, in der rechte Hetze und Gewalt wieder zunehmen – auch in Köln – brauchen wir sichtbare Zeichen. Eine Mevlüde-Genc-Straße wäre ein klares Bekenntnis gegen Rassismus und für Zusammenhalt.
Die anderen Namensvorschläge ehren mutige Menschen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus – das ist wichtig. Aber Mevlüde Genc steht für eine jüngere, ebenso notwendige Erinnerung: die an rassistische Gewalt in der Bundesrepublik.
Ehrenfeld ist vielfältig. Diese Straße sollte das widerspiegeln. Der Name Mevlüde Genc bedeutet Anerkennung, Mahnung und Hoffnung – für uns alle
Das ist nicht Symbolpolitik.
Das ist das Mindeste.
#MevlüdeGencStraße – Für Erinnerung, für Gerechtigkeit, für unsere Zukunft.