Mit der Benennung der Straße nach Mevlüde Genc soll ein starkes Zeichen für Versöhnung, Zivilcourage und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt werden. Frau Genc überlebte den rassistisch motivierten Brandanschlag in Solingen im Jahr 1993, bei dem fünf Mitglieder ihrer Familie auf tragische Weise ums Leben kamen.
Statt Hass und Vergeltung wählte sie den Weg der Vergebung und engagierte sich über Jahrzehnte hinweg als Friedensbotschafterin, sowohl in Deutschland als auch international. Sie wurde zur Symbolfigur für Menschlichkeit, Verständigung und die Kraft des Dialogs in einer pluralistischen Gesellschaft.
Eine Straße nach Mevlüde Genc zu benennen, ehrt nicht nur ihr persönliches Lebenswerk, sondern erinnert auch dauerhaft an die Verantwortung aller, sich gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt zu stellen. Sie steht für die Hoffnung, dass selbst aus größtem Leid eine versöhnende Botschaft für zukünftige Generationen entstehen kann.